Archiv der Kategorie: Ajanas Diary

Uferlinien in unserem Leben

 

Cornwall, Lizard 1959„… Zwischen den Gezeiten wirkt dieses zerklüftete Ufer verletzlich, als sei es in einer Pose erstarrt, aus der es sich nicht mehr zu lösen vermag.

Dies erinnert an Uferlinien in unserem Leben, wo alles ins Stocken gerät. In solchen Zeiten emotionaler Verzweiflung ist das Innere verletzt und zerrissen, die Seele nackt und preisgegeben. Der natürliche Rhythmus vermag nicht mehr zu fließen. Man muss sich zu jeder Gebärde, jedem Gedanken, zu jeder Handlung zwingen. Alles wird furchtbar schwierig. Dinge, die man zuvor ohne großes Nachdenken erledigt hätte, werden zu scheinbar unüberwindlichen Hindernissen.

Doch die Hoffnung flüstert einem zu dass die Flut immer wiederkehrt. Ganz allmählich vollzieht sich die Verwandlung. Wir waren preisgegeben und abgezehrt, erstarrt in den Klauen des Schmerzes; selbst der Boden unter unsern Füßen war nackt und zerklüftet.

Und nun kommt alles wieder in Fluss. Wir gewinnen unsere Spontaneität zurück und unser Herz ist froh und erleichtert, wenn das Meer wieder zum Ufer zurückströmt und sich alles im spielerischen Tanz der jungen Wellen vereint…“

~ John O’Donohue


Diesen Text habe ich grade wieder entdeckt, er berührt mich jedes Mal ganz tief… so tröstlich… voller Hoffnung… Danke an Gabriele Gérard, die ihn mit uns geteilt hat :-)

Das Bild hat meine Mutter Ende der 50er Jahre mit Wachskreiden gemalt. Es zeigt zwar nicht Irland, sondern den südlichen Zipfel von Cornwall (Lizard) – aber ich finde es passt hier wunderbar hin :-)

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Einer dieser Tage

Gestern begann für mich der Tag gleich mit so einem „irgendwas-liegt-in-der-Luft“-Gefühl. Nicht nur allgemein, sondern auch für mich und uns persönlich. Und recht bald zeigte sich auch, dass ich gar nicht so falsch lag.
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Problem-Geschenke

„Es gibt kein Problem, das nicht auch ein Geschenk für dich bereithielte. Du suchst Probleme, weil du ihre Geschenke brauchst.“ – Richard Bach

Tja, also ich für meinen Teil kann dem nur zustimmen. Ich muß zugeben, dass ich früher ohne meine Probleme wohl nicht an meine Kreativität so richtig herangekommen wäre. Nicht so leicht jedenfalls. Erst wenn sich die Situationen extrem zuspitzten, begann ich nach Auswegen und Lösungen zu suchen und mich zu fragen, wie ich es möglichst allein schaffe. Dieses Allein-Machen war für mich ein „Muß“ – warum weiß ich nicht. Aber auf die Weise kam ich dann meiner kreativen Ader auf die Spur und merkte, was ich kann. Das Ergebnis war dann ein Gefühl von Erfüllung und großer Freude, das ich natürlich immer wieder spüren wollte. Lange, lange kannte ich keinen anderen Weg, als diesen Umweg, über meine Probleme. Aber in dem Wort „Pro“blem steckt ja auch schon, dass darin etwas „Für“ mich enthalten war, oder?

Wie wäre es nun, wenn ich mir erlauben würde, die Geschenke meiner Kreativität ganz direkt – ohne Umwege – auszupacken und zu genießen? Da bin ich nun dran, das ist meine neue Herausforderung :-)

Wie ich dir begegnen möchte

Oft fehlen mir die „richtigen“ Worte im zwischenmenschlichen Miteinander – immer öfter tun sie das (wo soll denn das noch hinführen?!?). Im Moment bin ich einfach sehr dankbar, dass bereits jemand da war, der sie gefunden hatte … die Worte… und dass ich sie mir heute ausleihen darf :-)

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Abschied und Neubeginn

Der Monat November steht vor der Tür, und obwohl ich „verordnete“ Trauer- und Gedenktage nicht besonders mag, so empfinde ich doch grade den November sehr passend dafür, sich an einen Ort im Innern zu begeben, wo die Begegnung mit geliebten Menschen möglich ist, die den Erdenplan verlassen haben. Je länger der Zeitpunkt des physischen Todes vorüber ist, umso mehr kann sich die -einst bekannte- Energie verändern, und vielleicht nicht mehr den eigenen Erwartungen entsprechen.  Weiterlesen

Herbst

Heute morgen war es mir, als würde ich in einer anderen Dimension aufwachen. Ich hörte keins der sonst üblichen Geräusche, die hier seit einer Weile Einzug gehalten haben. Alles war soo still, dass ich erst nicht ganz sicher war, ob ich überhaupt in dieser 3-D-Welt wach geworden war oder ob sie ihr nur sehr ähnlich sah. Weiterlesen